Vegan Reisen Guide Kambodscha

Vegan Guide Kambodscha – Siem Reap, Phnom Penh, Battambang

Siem Reap

Für viele ist die Stadt im Norden das Eingangstor zu Kambodscha. Die nur wenige Kilometer entfernte atemberaubende Tempelanlage Angkor Wat zieht jedes Jahr Millionen Selfie-verrückte Touristen an. Und da der Besuch am besten mit 1 oder 2 Übernachtungen in Siem Reap verbunden werden kann, wirst du dich vielleicht auch fragen, was die Stadt eigentlich für Veggie-Bedürfnisse zu bieten hat. Here we go…

 

(c) Rosel Eckstein / Pixelio

(c) Rosel Eckstein / Pixelio

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Siem Reap verfügt über etliche kleine und größere Märkte, wo du dich an Obst und Gemüse reichlich bedienen kannst. Verhandeln ist auf jeden Fall Pflicht, besonders wenn du in größeren Mengen einkaufen möchtest – denn oft zahlst du als Tourist sonst den 3-fachen Preis! Kleinere Snacks wie geschnittenes Obst,  gegarte Maiskolben oder gebackenen Bananen findest du an Straßenständen über die ganze Stadt verteilt. Frisch zubereitete Smoothies und Säfte sind mein Favorit und der perfekte Begleiter um über den Markt zu schlendern.

Kennst du Happy Cow? – eine App, die dir hilft, überall auf der Welt veggiefreundliche Restaurants zu finden! (iPhone/ Android)

Happy Cow listet in Siem Reap 26 veggiefreundliche Spots (Stand: April 2016), davon 5 rein vegetarische bzw. vegane Restaurants. Eine passable Sache für einen 175 Tausend Einwohner umfassenden Ort im sonst eher unvegetarischen Kambodscha!


Sister Srey Cafe

sisterstrey
Rohveganer Cheesecake in Kambodscha? Ich muss zugeben, dass ich schon etwas überrascht war, dies auf einer Speisekarte hier zu lesen. Wenn dir also mal nach einer Auszeit vom allgegenwärtigen Reis ist, bist du im SisterSey Cafe garantiert richtig. Dein Verlangen nach naturbelassenen, frischen Produkten, veganem und glutenfreiem Essen wird ebenso gestillt, wie das nach einer Tasse guten Kaffees.  Gleich neben dem Alten Markt gelegen, solltest du hier mindestens einmal während deines Stadtrundgangs vorbeischauen.

Tipp: Nimm im Obergeschoss Platz, schnapp dir ein Buch aus dem Bücherregal und machs dir auf dem Sofa bequem. Oftmals hast du diesen Teil des Cafes komplett für dich alleine und entgehst dem ansonsten sehr belebten Ambiente!


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Peace Cafe

Ein wenig außerhalb vom Stadtzentrum gelegen, ist das Peace Cafe der perfekte Ort um dem Trubel der Stadt zu entfliehen, einen frischen Smoothie im Garten des Cafes zu genießen oder in der angeschlossenen kleinen Boutique individuelle Souvenirs zu shoppen.


Achtung: das Peace Cafe hat seine Location gewechselt! Es wird u.U. auf Online-Karten/Apps falsch angezeigt.


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Chamkar House / Vegetarian Restaurant

Dein Essen wird hier frei von MSG zubereitet, die Zutaten sind frisch und wachsen nach Möglichkeit lokal in Kambodscha. Sehr begrenzte Sitzplätze.


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ARTillery

Zu spät entdeckt, hat meine Zeit in Siem Reap leider nicht mehr für einen Besuch in der ARTillery gereicht. Ist das Essen und die Einrichtung aber nur ansatzweise so wundervoll gestaltet, wie das gleichnamige Cafe in Phnom Penh, kann ich euch guten Gewissens blind eine Empfehlung dafür aussprechen!


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Haven

Das Menü lockt mit zahlreichen veggie-freundlichen Gerichten wie Bananaflower-Salat, Tofu mit Cashewnüssen, traditionellem Amok sowie Burger aus Kürbis. Die Preise sind auf europäischem Niveau, der Service und das Essen werden allerdings stets als exzellent gepriesen. Zudem werden durch die Einnahmen benachteiligte junge Erwachsene in Kambodscha unterstützt, um sie in eine bessere Zukunft zu begleiten. Reservierung empfohlen!


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Little Red Fox Espresso

Manchmal (ok, das kommt bei mir ziemlich oft vor…) braucht man einfach guten Kaffee – und damit meine ich nicht den asiatischen Maßstab. Das Little Red Fox ist winzig, die Herzlichkeit der Bedienung dafür umso größer und du hast die Wahl zwischen Kokos- und Mandelmilch für deinen Kaffee.

Ich habe mich dann noch für einen Snack entschieden: Bagel mit gebratenem Kürbis – das Chutney dazu war göttlich! Da sei es verziehen, dass dies auch schon das einzig vegane Essen auf der Karte war.

Tip: gutes Wifi!


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Battambang

In der zweitgrößten Stadt des Landes geht alles eine Spur gemächlicher voran. Ein wenig verschlafen wirkt Battambang – mit viel weniger Touristen und mehr Grün innerhalb der Stadtgrenzen. Fast vermisse ich schon das obligatorische „Hello Lady, tuk-tuk??“ sobald man aus der Tür tritt. Auf meinem Weg Richtung Süden ist Battambang ein willkommener Zwischenstopp um dem Trubel von Siem Reap zu entgehen, das saftige Grün der Reisfelder aufzusaugen, auf den berühmten Bambus-Zug aufzuspringen (der sich jedoch eher als Enttäuschung entpuppte) und mit staunenden Augen die Millionen Fledermäuse beim täglichen Ausflug aus den Felshöhlen zu bewundern (das eigentliche Highlight von Battambang!).


Veganes Essen findest du z.B. hier:


JaanBai

jaanBai
Du hast nur Zeit für eine einzige Mahlzeit in Battambang? Dann wähle das JaanBai! Leidenschaft für gutes Essen wird hier mit der Unterstützung für minderprivilegierte Kinder kombiniert. Der Profit fließt nämlich vollkommen in die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen ein und mit jedem Bissen tut man damit also noch etwas Gutes!

Das Menü bietet vegane, vegetarische und glutenfreie Optionen, die klar gekennzeichnet sind. Ich entschied mich für die vegane Variante eins typisch kambodschianischen Sandwiches und einen frischen Smoothie und habe das JaanBai zufrieden verlassen! Empfehlenswert!


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Here Be Dragons

Gemütliches Hostel mit zahlreichen Snacks und vegetarischen Gerichten auf der Karte. Günstiger Preis und gute Lage.

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Phnom Penh

Die Hauptstadt Kambodschas solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen! Nirgends wirst du dich intensiver über die eindrückliche und traurige Geschichte des Landes informieren können. Phnom Penh gehört unbedingt auf deine Reiseroute, zum Beispiel, wenn du von Siem Reap aus kommend, einen Trip auf die Inseln im Süden des Landes planst.

Mindestens ebenso turbulent wie die großen Metropolen Asiens, ist die Luft auch in Phnom Penh geschwängert mit Düften nach süß frittiertem Gebäck, getrocknetem Fisch, den allgegenwärtigen Garküchen und natürlich den Abgasen der Tuk Tuks.


Als Ausgleich eine Extraportion Clean & Grün gefällig?


ARTillery
ArtilleryCafe

 

Straßenchaos OFF, Chillmodus ON. Etwas verborgen in einem Hinterhaus tut sich ein Himmel auf. Richtig geiles Essen aus natürlichen Zutaten rocken hier die Speisekarte! ARTillery versteht etwas davon, lokale, frische Produkte zu gesunden Kreationen zu kombinieren: Eiscreme aus dunkler Schokolade (natürlich vegan), Quinoasalat oder Avocadosandwich mit Hummus. Während man das gute Wifi nutzt um seine Mails zu checken, kann man ganz entspannt den Kreativen beim Gestalten der umliegenden Wände bewundern. Eines meiner Lieblingsspots in Phnom Penh.


Pro: Klare Kennzeichnung vegetarischer, veganer, glutunfreier und roher Gerichte, 90% der Gerichte sind vegetarisch.


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Backyard Cafe

BackyardCafe


Nur 5 Minuten von der ARTillery entfernt, wirst du dir die Finger lecken nach rohem Mango-Vanille Cheesecake, Schokotarte mit feiner gesalzener Karamellschicht oder den kreativen Superfood-Smoothies. Das Backyard Cafe ist mein liebstes Frühstückscafe. Die angebotenen Gerichte sind zum größten Teil vegan oder easy vegan abwandelbar: herzhaftes Avocadotoast mit in Balsamicoessig gerösteten Tomaten, warmes Quinoa-Kokosnuss-Porridge oder tropische Acai-Bowls. Glutunfreie, rohvegane Varianten aller Speisen sind extra gekennzeichnet.

Pro: Vitamine to go kannst du in Form frischgepresster Säfte mit nach Hause nehmen, ebenso hausgemachte Nussmuse und Aufstriche sowie Bio-Kosmetikprodukte.

 

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Evergreen Vegetarian Restaurant

Hier findest du traditionell khmer (also traditionell kambodschanisch) und asiatisches Essen zu unschlagbar günstigen Preisen, oftmals unter 2$ pro Teller (bestell lieber ein paar mehr, da die Portionen nicht allzu üppig ausfallen).  Das Menü ist vielfältig und reicht von authentisch asiatischen Suppen bis zu gebratenen Nudel- und  Reisgerichten und ist erfreulicherweise fast komplett vegan. Fleisch wird ersetzt durch Soja- und Seitanprodukte, sogar vegane Shrimps stehen auf der Karte. Evergreeen liegt einen kurzen Fußweg entfernt vom Central Market und somit supergünstig, um es mit einigen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu verbinden.


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Abseits der genannten Cafes und Restaurants lege ich dir aber unbedingt ans Herz, die lokalen Gerichte des Landes zu probieren, in echten familienbetriebenen Lokalen oder Garküchen essen zu gehen und ein Stück von der authentischen khmer Kultur zu spüren.

Das ist nicht nur um einiges günstiger, sondern schafft mit Sicherheit auch neue Bekanntschaften – der Herzlichkeit der Kambodschaner sei dank!

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